Sonntag, 22. April 2018

Ostertage in Hamburg 3


Ich weiß, die Ostertage liegen schon einige Zeit zurück, ich komme mit dem Bloggen einfach nicht hinterher. Aber ich habe mit vorgenommen, die Tage unseres Kurzurlaubes in Hamburg und Düsseldorf hier noch bis zum Beginn des Mai nachzutragen.


31.03.18
Der Karsamstag ist schnell erzählt: Am späten Vormittag machen wir uns bei Schneeregen und Kälte zu viert (das Tochterkind hat keine Lust mitzukommen) auf den Weg mit der U- Bahn zum Michel. Den haben wir damals schon besichtigt, deshalb laufen wir heute drumherum und suchen die etwas versteckt liegenden Krameramtsstuben

Ehemals als Wohnungen für Witwen vom Krameramt genutzt, bilden die um 1620 bis 1700 errichteten Fachwerkhäuser heute die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts in Hamburg. Hier wird deutlich, wie bis ins 20. Jahrhundert weite Teile der Hamburger Alt- und Neustadt im Gängeviertel aussahen.

Heute werden die Häuser als kleine Läden, Restaurants und einer als Museum erhaltenen Wohnung genutzt. Die beidseitig entlang eines schmalen Ganges errichteten Häuser berühren sich oben beinahe, denn mit der damaligen vorkragenden Bauweise wurde nach oben mehr Raum gewonnen. Auffällig sind auch die gedreht gemauerten Schornsteine und die für die Gänge und Höfe früher typischen Holzgestelle vor den Fenstern, den Ricken, auf deren Stangen die Wäsche getrocknet wurde. 



































An der Zitronenjette vorbei laufen wir dann weiter zum Bootshaus von Ahoi Marie, denn ich möchte uns Nachschub von maritimer Bootskeramik kaufen. Ich mag das blau- weiße Geschirr mit Seefahrermotiven sehr gerne und finde, es passt auch hier am Bodensee ganz gut.



Die Familie friert und so beschließen wir, dass es Zeit für einen Besuch im Café ist. Per U- Bahn fahren wir dann Richtung Schanze und durch den unangenehmen Schneeregen laufen wir zum Café Schmidtchen am Schulterblatt. Dort ergattern wir die letzten freien Plätze und wärmen uns bei Tee, Kaffee auf und essen leckere Kuchen und Törtchen.


























Da es hinterher immer noch Bindfäden schneeregnet, fahren wir zurück in unsere gemütliche Ferienwohnung. Wir schreiben alle noch Gute Wünsche-Karten für meinen Papa und kochen uns später zusammen etwas Leckeres. Nachher fährt der Liebste die Große mit dem Auto zu ihrem Zimmer in Altona.


Fortsetzung folgt

Samstag, 21. April 2018

Ein Blind Date auf der Blumeninsel


Es sind die Begegnungen mit Menschen, 
die das Leben lebenswert machen. 
Guy de Maupassant 


Letzte Woche hatte ich eine Art Blind Date auf der Mainau und das kam so: Eine Blogleserin aus dem Berner Oberland (Schweiz) hatte mich um Tipps für ihren geplanten Kurzurlaub in Konstanz gebeten. Ich schickte ihr ein paar spontane Ideen und weil sie mir so nett antwortete, schlug ich ihr ein persönliches Treffen vor. Den Mittwoch hatte sie für einen Besuch auf der Blumeninsel geplant und da ich am Vormittag Zeit hatte, verabredeten wir uns. Sie schickte mir noch ein Foto, damit ich sie am vereinbarten Treffpunkt auch erkennen würde. 

Bei feinem Frühlingssonnenschein machte ich mich also am Mittwoch auf den Weg auf die Insel. Im Schnellschritt und ohne unterwegs ein einziges Foto zu machen, überquerte ich vom Parkplatz erwartungsvoll die Insel und kam rechtzeitig am Mainau Hafen an, um das Schiff aus Konstanz einlaufen zu sehen. Ganz schön viele Besucher strömten dann heraus, aber ich erkannte meine Verabredung sofort. Und fand sie auf Anhieb sympathisch. 

Wir bummelten dann an der Wassertreppe und dem Staudengarten entlang und hatte uns viel zu erzählen. Ich zeigte ihr den Spielplatz, die Allee der Metasequoia und dann stiegen wir über die Narzissenhang auf zur Frühlingsallee. Leider stand der berühmte Tulpenhang noch nicht in Blüte, erst vereinzelt öffneten sich die Blüten. (Das ist diese Woche schon anders). Wir genehmigten uns dann im Schlosscafé Kaffee und Torte, sie ist nämlich genau so eine Kuchentante wie ich :-) Dabei war dann richtig Zeit zum Unterhalten. Ich hatte anfangs das Gefühl, sie kennt mich schon und weiß durch den Blog viel von ihr, aber ich fast gar nichts über sie. Das änderten wir dann zum Glück.

Für mich war es eine wertvolle Begegnung. Drei Stunden vergingen viel zu rasch. Sogar ein Geschenk hatte sie mir mitgebracht, darüber habe ich sehr gefreut! Und nun hoffe ich, wir bleiben in Kontakt. 















Donnerstag, 19. April 2018

♥ 50 ✿

Vorgestern ist der Liebste 50 geworden. Seinen runden Geburtstag hat er mit der Familie verbracht, demnächst wird er noch in größerem Rahmen feiern. Er hatte feinstes Geburtstagswetter erwischt, die Sonne lachte von einem beinahe wolkenlosen Frühlingshimmel.

Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, frühstücken wir erstmal ganz in Ruhe. Dann unternehmen wir eine feine kleine Wanderung durch den frühlingsgrünen Wald entlang des Uferweges von Wallhausen Richtung Marienschlucht. (Die Schlucht selbst ist leider wegen eines heftigen Erdrutsches im Mai 2015 gesperrt.) Der Weg ist stellenweise matschig und umgestürzte Bäume erfordern Umwege, aber das frisch austreibende Laub von den überwiegend Buchen ist so schön anzusehen. In Höhe des Teufelstisch steigen wir hinab und gehen direkt am Ufer entlang zurück. Dort war es still und zauberhaft schön, so dass wir uns gleich ein bisschen wie im Urlaub fühlen. 

Als der kleine Bruder aus der Schule heimkommt, sind wir auch gerade zurück. Ich bringe ihn zu seinem Schlagzeug- Unterricht an die Musikschule und der Liebste geht in der Zeit zu einer kurzen dienstlichen Besprechung. Nachmittags gibt es Tee und Lieblingskuchen. Den Tisch habe ich mit unserem frühlingsgrünen Geschirr gedeckt und Vasen mit bunten Tulpen aufgereiht. Nachher packt der Liebste seine Geschenke aus. Von seiner Familie bekommt er eine Werkbank, die er sich im Keller einrichten will. Dann sitzen wir noch im Garten, testen das neue Spiel Quint-X und der Liebste bekommt viele Telefonanrufe. 

Abends gehen wir dann noch eine Kleinigkeit essen im Koono in Litzelstetten.











































Mittwoch, 18. April 2018

Ostertage in Hamburg 2

Nach unserer Pause in Planten und Blomen fahren wir am Nachmittag wieder zurück Richtung St. Pauli Landungsbrücken. Das Tochterkind hat keine Lust mehr auf weitere Besichtigungen, trennt sich vorher von uns und fährt alleine zurück in die Ferienwohnung.

Nach einem kurzen Abstecher an die Elbe spazieren wir in die Ditmar-Koel-Straße. Dort zwischen den Landungsbrücken und dem „Michel“ inmitten des Hamburger Portugiesenviertels stehen die Hamburger Seemannskirchen. Diese vier Sakralbauten wurden von Gläubigen aus den nordischen Ländern im 20. Jahrhundert für ihre seefahrenden Mitglieder errichtet.

Ganz am Anfang der Straße steht die Schwedische Gustaf Adolfs Kyrkan, die älteste erhaltene Seemannskirche. Am Ende der Straße reihen sich wie auf einer Kette die finnische, norwegische und dänische Seemannskirchen aneinander. Die finnische Kirche ist sogar mit einer Sauna ausgestattet. Neben ihr steht die Sjømannskirke" der Norweger und als letzte die "Benediktekirke" der Dänischen Seemannsmission, die seit 1875 in Hamburg aktiv ist. Einen baugleichen Turm findet man auch an der "Adventskirken" in Kopenhagen.  

Sehr gerne hätte ich mir diese Kirchen auch mal von innen angeschaut, aber es ist spät und meine Familie möchte essen gehen.





















Da die Große in Altona wohnt, fahren wir dorthin und gehen einfach im Vapiano essen. Da findet jeder was nach seinem Geschmack, wie wir schon in Berlin gemerkt haben. Nachher verabschieden wir die Große und fahren zurück in die Ferienwohnung.

Der Liebste begleitet mich später dann noch ins Vergnügungsviertel entlang der Reeperbahn. Obwohl St. Pauli ein bedeutendes Wohnquartier in Hamburg ist, ist der Stadtteil vor allem durch sein Vergnügungs- und Rotlichtviertel, das Gebiet im Süden des Stadtteils, bekannt. Dieses umfasst jedoch nur ein behördlich festgelegtes Teilgebiet, in dem für die Gastronomie keine Sperrstunde gilt. Dazu gehört die Reeperbahn, der Spielbudenplatz und Seitenstraßen wie die Herbertstraße und die Große Freiheit. 

Wenn ich schon so nahe dran wohne, muss ich da einmal über drüber laufen. Es ist ganz schön voll dort auf den Gehwegen, ich muss zu sehn, dass ich den Liebsten nicht im Getümmel verliere. Wir haben schnell genug gesehen und laufen zurück in unsere warme heimelige Unterkunft.


































Fortsetzung folgt
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